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Kurzurlaub auf Mallorca

Dass Mallorca mehr zu bieten hat als nur den Ballermann, weiß so gut wie jeder, der sich etwas mit der Insel beschäftigt. Wir waren im Mai für acht Tage in Cala Millor im Nordosten der Insel. Mit acht Erwachsenen und zwei Kindern hatten wir uns eine kleine Finca gemietet. Die Finca war in Strandnähe und hatte einige Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, sodass wir uns Abends immer selbst versorgen konnten. Auch wenn der Ort sicherlich keinen Schönheitspreis gewinnt, war alles Wichtige in der Nähe.

Finca in Cala Millor.
Finca in Cala Millor.

Pollença

Am Donnerstag besuchten wir Pollença. Ein kleines Örtchen mit einem großen Platz, dem Plaça Major, auf dem sich zahlreichen Restaurants tummeln. Man kann gemütlich durch die Straßen schlendern und kommt irgendwann zu den zahlreichen Stufen Carrer del Calvari des Kalvarienbergs el Calvari. Oben angekommen befindet sich die Kirche Eglésia del Calvari. Von oben hat man auch eine schöne Aussicht auf den gegenüberliegenden Berg mit dem Santuari de la Mare de Déu del Puig. Das haben wir uns aber wirklich nur von der Ferne angeschaut.

Plaça Major in Pollença.
Plaça Major in Pollença.
Carrer del Calvari.
Carrer del Calvari.
Aussicht vom Kalvarienberg.
Aussicht vom Kalvarienberg.
Aussicht auf Santuari de la Mare de Déu del Puig.
Aussicht auf Santuari de la Mare de Déu del Puig.

Am Nachmittag ging es weiter zum nördlichsten Gipfel Mallorcas, zum Cap de Formentor. Am Ende der zahlreichen Serpentinen wartet ein Leuchtturm und eine Aussichtsplattform auf einen. Die Aussicht ist wirklich schön, aber man sollte schon gut fahren können, damit man nirgends aneckt, wenn einem ein Reisebus auf der Straße entgegen kommt. Auf dem Weg zum Leuchtturm gibt es eine zweite Aussichtsplattform Mirador d'es Colomer. Dort gibt es eine Abzweigung, die man vor allem auf dem Hinweg leicht übersehen kann. Biegt man hier ab, kommt man zu einem anderen, kleinen Piratentürmchen namens Talaia d'Albercutx, welcher touristisch nicht so stark erschlossen ist. Die Straße ist aber noch schmaler und z.B. für Busse gar nicht befahrbar. Ganz oben hat man aber eine super Aussicht auf die Halbinsel Formentor, die sich wirklich lohnt.

Leuchtturm am Cap de Formentor.
Leuchtturm am Cap de Formentor.
Aussicht am Cap de Formentor.
Aussicht am Cap de Formentor.
Aussicht am Talaia d'Albercutx.
Aussicht am Talaia d'Albercutx.
Piratenturm Talaia d'Albercutx.
Piratenturm Talaia d'Albercutx.

Artà

Es gibt im Nordosten Mallorcas recht viele Tropfsteinhöhlen. Die bekannteste ist sicherlich Coves del Drac. Wir entschieden uns aber gegen den Besuch, da die Höhle touristisch sehr überlaufen sein soll. Da man die Auswahl hat, entschieden wir uns für die Tropfsteinhöhle Coves d'Artà. Diese liegt nicht wirklich in Artà, sondern weiter östlich bei Canyamel. Es gibt mehrsprachige Führungen durch die Höhle, die sehr beeindruckend ist. Die einzelnen Höhlenteile sind sehr groß und schön. Interessant fand ich die hohlen Tropfsteine, die Töne von sich geben, wenn man sie mit der Faust anschlägt.

Eingang der Coves d'Artà.
Eingang der Coves d'Artà.
Coves d'Artà.
Coves d'Artà.

Nach der Höhle machten wir uns auf nach Artà. Am Ende der beschaulichen Innenstadt warteten wieder Treppen auf uns. Vorbei an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor trifft man am Ende der Kalvarientreppe auf die Barockkirche Sant Salvador. Man kann sehr schön auf der Burgmauer entlang laufen und hat einen sehr schönen Blick auf die Stadt und das umgebene Land.

Transfiguració del Senyor in Artá.
Transfiguració del Senyor in Artá.

Capdepera

Am Samstag gingen wir nach Capdepera, weil dort Mittelaltermarkt war. Und zwar nicht einfach so in der Stadt, sondern direkt im Castell de Capdepera. Die sehr schöne Befestigungsanlage bietet die perfekte Umgebung für ein Spectaculum. Es gab einige Stände mit (nicht sehr mittelalterlichen) Waren, leckeres Essen und Naschereien und ein paar Spiele. Auch ein Spielmannszug und Schlangenbändiger waren zu sehen.

Im Inneren der Wehranlage.
Im Inneren der Wehranlage.
Castell de Capdepera.
Castell de Capdepera.

Danach machten wir wieder einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, diesmal Far de Capdepera. Eine richtige Aussichtsplattform gibt es nicht, der Leuchtturm war geschlossen. Dafür kann man aber rechts und links etwas ins Gelände an die Klippen gehen und hat so erneut einen tollen Blick auf das Meer und die Küste.

Far de Capdepera.
Far de Capdepera.

Alcúdia

Eine weitere schöne Stadt im Nordosten Mallorcas ist Alcúdia. Zahlreiche verwinkelte Gassen und alte Häuser haben ein gewissen Charme. Beeindruckend ist vor allem die Stadtbefestigung, die zu einem Teil begehbar ist. Von dort hat man einen interessanten Blick auf die Stadt, kann aber sogar das Meer in der Ferne sehe. Interesse hätten wir auch an der Stierkampfarena gehabt, die aber leider geschlossen war.

Stadtmauer in Alcúdia.
Stadtmauer in Alcúdia.

Zum Abschluss machten wir einen Abstecher zum Aussichtspunkt Mirador de la Victoria, nordöstlich von Alcúdia. Ich gebe zu, dass es hier wenig zu sehen gab. Wir haben nur zwei Richtungen ausprobiert, aber wenn ich mir die OSM-Karte so im Nachhinein anschaue, haben wir den eigentlichen Aussichtspunkt verfehlt.

Mirador de la Victoria.
Mirador de la Victoria.

Bootsfahrt

Am letzten Tag machten wir eine Bootsfahrt von Cala Millor südlich an der Küste entlang bis nach Cala Anguila, dann zurück bis Porto Cristo und dort umgestiegen und wieder zurück nach Cala Millor.

Das Meer in Cala Millor.
Das Meer in Cala Millor.

Die Bootsfahrt ist sehr schön und sehr zu empfehlen. Das Boot fährt nicht nur an der Küste entlang, sondern fährt sogar in einige der recht großen Höhlen in den Klippen hinein, sodass der vordere Teil des Schiffs komplett in der Höhle steckt. Das Wasser unterwegs zeigt dabei die schönsten Türkis- und Blautöne, sodass man sofort hineinspringen will – wozu man zweimal die Gelegenheit hat. Das Schiff hält zweimal in Buchten an und man hat ca. 20-30 Minuten Zeit, das kühle Nass zu genießen. Bei einer Wassertemperatur von 17° muss man natürlich etwas abgehärtet sein, aber nach den ersten Schwimmbewegungen ist einem warm. Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung, mal wieder im offenen Meer zu schwimmen.

Zerklüftete Felsen.
Zerklüftete Felsen.
Und türkisblaues Meer.
Und türkisblaues Meer.

Fazit

Es waren schöne acht Tage in Mallorca und wenn man etwas von den Strandstädten ins Innere der Insel geht, werden die Orte sogar hübsch und sind nicht mehr so sehr touristisch geprägt. Die Selbstversorgung Abends ist sehr zu empfehlen. Wir hatten glücklicherweise einen großen Grill in der Finca, zusätzlich gab es des Öfteren Tapas oder einfach nur mal Nudeln Bolognese. Das schont jedenfalls den Geldbeutel und macht bei der Zubereitung auch mehr Spaß als das bloße Bestellen im Restaurant.

Danke an alle Beteiligten für die tollen Tage!

Update2: OSM-Radkarten selbst erstellt

Viel hat sich seit 2017 nicht an der Radkarte geändert, mit dem man automatisiert aus den OpenStreetMap-Karten ein Garmin-File für das eigene Navi erstellen kann. Ich freue mich aber, dass das Skript immer noch weiter entwickelt wird. Auf Basis der letzten Änderungen folgt hier ein kleines Update.

Die Installation und Benutzung ist erst einmal identisch wie im Originalartikel bzw. ersten Update beschrieben. Geändert hat sich nur:

Benötigte Pakete

Neben den Paketen ant und ant-contrib wird nun auch ant-optional für die Unit-Tests benötigt, sonst erhält man eine Fehlermeldung der Art:

run.tests:

[mkdir] Created dir: /home/dee/bin/radkarte/bin/splitter/trunk/tmp/report

BUILD FAILED

/home/dee/bin/radkarte/build.xml:102: The following error occurred while executing this line:

/home/dee/bin/radkarte/bin/splitter/trunk/build.xml:239: Problem: failed to create task or type junit

Cause: the class org.apache.tools.ant.taskdefs.optional.junit.JUnitTask was not found.

This looks like one of Ant's optional components.

Humble Book Bundle Linux & Open Source

Das aktuelle Humble Book Bundle liefert einige Linux- und Open-Source-Bücher für den kleinen Geldbeutel. Zu beachten ist, dass alle Bücher nur auf Englisch erhältlich sind. Enthalten sind:

Ab 1 US-Dollar:

  • Pro Git (Second Edition)
  • Ansible: From Beginner to Pro
  • Certified OpenStack Administrator Study Guide

Ab 8 US-Dollar:

  • Pro Vim
  • Practical LPIC-1 Linux Certification Study Guide
  • Beginning Ubuntu for Windows and Mac Users
  • Introduction to Linux Distros
  • Nginx: From Beginner to Pro

Ab 15 US-Dollar:

  • Pro Linux High Availability Clustering
  • Practical Linux Topics
  • Pro Docker
  • Introducing Ethereum and Solidity

Wie immer kann über Paypal, Amazon oder Kreditkarte bezahlt werden. Das Geld kann aufgeteilt werden auf den Verlag Apress, auf die Humble-Macher und auf die beiden Hilfsorganisationen Electronic Frontier Foundation und International Rescue Committee.

Buch: After Alice

Titel After Alice
Autor Gregory Maguire
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Verlag Headline, 2016
Seitenanzahl 256 Seiten

Als Alice in den Kaninchenbau fällt, folgt ihre beste Freundin Ada zufällig. Auf Alice Spuren wandert Ada durch das Wunderland und trifft zahlreiche der Charaktere wieder, die viele aus Lewis Carrolls Geschichte kennen. Überirdisch ist dabei aber auch alles in Aufruhr. Alice wird von ihrer Schwester Lydia und Ada ihrer Gouvernante Miss Armstrong gesucht. Und dann geht auch noch der junge Siam verloren geht, der mit Charles Darwin Alices Vater besuchte.

Gregory Maguire versteht es, vorhandene Geschichten von einer anderen Seite zu beleuchten und diese geschickt zu verweben (siehe Wicked oder Confessions of an Ugly Stepsister). Bei „After Alice“ nimmt er Lewis Carroll Geschichte und noch etwas Evolutionstheorie und verbindet beide.

Auch wenn ich es nicht für das beste Buch von Maguire halte, ist es sprachlich sehr gut geschrieben, wenn auch anfänglich etwas schwer zu lesen. Viele der Wortgefechte, die Carrolls Buch so außergewöhnlich machen, konnte Maguire auf seine eigene Art und Weise einbauen. Entsprechend lustig sind einige der Dialoge zwischen Ada und den Wunderland-Charakteren auch.

Auch von der Story ist das Buch sehr spannend. Ada ist kein gewöhnliches Mädchen, Lydia muss sich als Teenager vor allem selbst finden und Darwins Erscheinen geben dem Buch sogar einen realistischen Touch. Etwas schade fand ich, das Maguire Alice in eine fiktive Familie eingebunden hat und nicht die „echte“ Alice Liddell als Vorlage nahm. (Dies ging aber ggf. aufgrund rechtlicher Bestimmungen nicht, wer weiß.)

Wenn ich das Buch mit anderen vergleiche, fällt „After Alice“ etwas ab. Jaspar Ffordes Thursday-Next-Serie ist ungeschlagen, wenn es um Literatur-Fiction geht, und an Alice-Alternativ-Büchern ist Frank Beddors Looking Glass Wars ebenfalls etwas besser und interessante. Dennoch hat mich Maguires Buch gut unterhalten.

Film: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Titel Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Genre Drama, 2017
Darsteller Zoey Deutch, Halston Sage, Elena Kampouris, Cynthy Wu, Medalion Rahimi
Regisseur Ry Russo-Young
Länge 98 min
Trailer Trailer

Sam (Zoey Deutch) ist ein ganz normaler Teenager. Mit ihren Eltern streitet sie sich, ihre kleine Schwester nervt und in der Schule ist sie mit ihren drei Freundinnen nur an Parties interessiert. An Cupid's Day ändert sich aber alles. Nach einem Vorfall auf einer Party geraten die vier jungen Frauen von der Straße und überschlagen sich mit ihrem Auto. Sam wacht daraufhin in ihrem Bett auf als wäre nichts geschehen. Und tatsächlich, es scheint wieder der gleiche Tag zu sein. Und egal, was sie versucht, sie kann der Schleife nicht entkommen …

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ bekommt einen Preis für den längsten Filmtitel. Im englischen Original heißt der Film “Before I Fall“ und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Lauren Oliver. Der Film ist eine Mischung aus “Und täglich grüßt das Murmeltier“ und einer Teenie-Serie.

Wer einen lustigen Film erwartet, wird aber enttäuscht werden. Auch wenn der moralische Zeigefinger am Ende etwas zu übertrieben gewackelt wird, beschäftigt sich der Film mit zahlreichen Problemen, die es bei Teenagern an Schulen gibt. Er geht dabei nicht so weit wie die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht (13 Reasons Why)“, reißt das Thema als eines der Kernelemente aber an. Ebenfalls geht es um die Beziehung zwischen Kindern und Eltern bzw. zu Geschwistern.

Ich hatte zwar etwas anderes erwartet und vor allem die erste halbe Stunde ist etwas sehr Teenie-Girl-lastig, insgesamt war es aber ein guter und teils nachdenklicher Film.