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Buch: Gather, Darkness!

Titel Gather, Darkness!
Autor Fritz Leiber
Sprache Englisch
Genre Sci-Fi
Verlag Open Road, 2014
Seitenanzahl 190 Seiten, E-Book

Die Welt in der Zukunft. Nachdem die Theologie in der Vergangenheit versagt hat, haben Wissenschaftler und Techniker die Welt übernommen und eine eigene Religion gegründet, die allein auf den Naturgesetzen – und Unterdrückung basiert. Durch technische Neuerungen, Hologramme und Drogen wird die Bevölkerung unter Kontrolle gehalten. Die Hierarchy genannte Organisation wird weltweit von Priestern gestützt, die ein Auge auf abtrünnige Bürger haben. Zu diesen zählt auch Bruder Armon Jarles, der sich unsicher ist, ob die Hierarchy das richtige für die Welt ist. Deswegen versuchen die Gegner der Hierarchy, die Anhänger Satans, Armon für ihre Sachen abzuwerben.

Erstmals veröffentlicht 1943 von Fritz Leiber im Magazin „Astounding“ über drei Monate hinweg, wurde es 1950 als Novelle zusammenfasst und 2014 von Open Road als E-Book veröffentlicht. Das heißt, das Buch wurde vor 74 Jahre geschrieben, dementsprechend muss man sich auch ein kleines bisschen in die Sprache hineinarbeiten – dennoch ist es immer noch interessant und spannend zu lesen.

Stellenweise wirkt die Dystopie schon fast ein bisschen wie Satire und ein Seitenhieb auf die Kirche und gleichzeitig auf die Technik. In der heutigen Zeit, wo die Menschheit immer mehr von dieser abhängig ist, fragt man sich, ob nicht vielleicht bereits jemand im Hintergrund die Strippen zieht und indirekt alles steuert. Wichtig zu unterscheiden ist aber, dass in Leibers Roman die Bürger absichtlich dumm gehalten werden (im Gegensatz zu unserem Informationszeitalter). Die Hierarchy erschafft selbst die Figur des Satan, damit der Pöbel sowohl ein Feindbild hat als auch von Angst getrieben sich den Priestern zuwendet, die natürlich das Böse austreiben können.

Ich kannte Leiber vorher noch nicht, seine Novelle „Gather, Darkness!“ hat mich aber sehr begeistert. Damit reiht er sich erst einmal zu den anderen Sci-Fi-Autoren Lem, Heinlein, Bradbury, Dick und Co. ein, die ich ebenfalls gerne lese. Wenn ich wieder über ein Buch von ihm stolpern sollte, werde ich es mir sicherlich mitnehmen.

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