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Balkan-Tour 2019 – Teil 1: Einleitung und Skopje

Einleitung

Es ist noch kein Jahr her, da waren wir in Montenegro und Albanien den „Peaks of the Balkans“ wandern. Ein bisschen per Zufall und ein klein wenig durch Absicht hat es sich ergeben, dass wir Ende Mai 2019 erneut in den Balkan konnten. Dieses Mal wollten wir auch Kosovo und Nordmazedonien sehen.

Seit letztem Jahr standen wir mit Adriatik Gacaferi, unserem Reiseführer bei „Peaks of the Balkans“ in Kontakt. Und so fragten wir, ob er für uns vier Wanderer nicht eine kleine Route an der Dreiländereck-Grenze von Kosovo, Nordmazedonien und Albanien planen könnte. Ein bisschen orientierte er sich an dem neuen High Scardus Trail, der erst letztes Jahr eingeweiht wurde. Und so packten wir Ende Mai wieder unsere Sachen, um fünf Tage in den Bergen wandern zu gehen.

WizzAir bringt uns nach Nordmazedonien.
WizzAir bringt uns nach Nordmazedonien.

Ankunft in Skopje

Erster Stopp für uns war in Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje. Da wir abends ankamen, suchten wir uns nach dem Hotel erst einmal etwas zu Essen. Der Balkan is(s)t sehr fleischlastig, wie wir bereits aus dem letzten Jahr wussten. In Skopje ist vor allem Cebap, das bei uns als Cevapcici bekannt ist, ein häufig anzufindendes Essen. Wer Cebap pur haben will, der sollte im „Destan“ vorbeischauen. Daneben gibt es Cebap auch noch auf gebackenen Bohnen, was mir ebenfalls sehr gut schmeckte.

Cebap ist Nationalspeise.
Cebap ist Nationalspeise.

Das erleuchtete Staatsarchiv (links) und Außenministerium (rechts).
Das erleuchtete Staatsarchiv (links) und Außenministerium (rechts).

Am nächsten Tag erkundeten wir Skopje. Dominiert wird die Stadt durch den „Mazedonischen Platz“ mit der Reiterstatue Alexanders des Großen. Von 2008 bis 2014 wurde der Innenstadtkern Skopjes komplett neu gestaltet (siehe Skopje 2014), unter anderem mit monumentalen, teils historisch aussehenden Bauten rund um den Mazedonischen Platz. Ein entsprechendes Wow-Gefühl hatte ich auch, als ich das erste Mal den Platz betrat. Als wir aber hinter die Kulissen schauten, das heißt zum Beispiel von der Festung aus auf Skopje, sahen wir, dass außerhalb des kleinen Innenstadtbereichs die Stadt „normal“ aussieht und nicht ganz so pompös ist, wie sie anfangs wirkt.

Das Porta Macedonia.
Das Porta Macedonia.

Im Park of The Woman Freedom-Fighter.
Im Park of The Woman Freedom-Fighter.

Mazedonischer Platz mit Statue Alexanders des Großen.
Mazedonischer Platz mit Statue Alexanders des Großen.

Direkt hinter der Altstadt, in der sich auch der Basar mit vielen kleinen Läden befindet, liegt die Festung Kale. Die Ruine ist ohne Eintritt frei besuchbar. Bis auf die tolle Aussicht in alle Richtungen gibt es leider nicht so viel zu sehen. Es wirkte auf mich, als hätte die Stadt die Festung für Besucher ausbauen wollen, das Projekt aber nicht zu Ende gebracht.

Blick auf Skopje von der Festung aus.
Blick auf Skopje von der Festung aus.

Eckturm der Festung Kale.
Eckturm der Festung Kale.

Die Festung Kale.
Die Festung Kale.

An einem halben Tag hatten wir den interessanten Teil Skopjes bereits gesehen, weswegen wir in zwei der zahlreichen Museen gingen. Zuerst wollten wir mehr über die Geschichte Nordmazedoniens in dem „Museum of the Macedonian Struggle“ erfahren. Das Museum enthält sehr viele Gemälde und Wachsfiguren, die wichtige, geschichtliche Szenen dar- bzw. nachstellen. Zu den einzelnen Ausstellungen gab es auch immer eine Infotafel mit etwas englischem Text, aber ohne Guide fand ich es teils schwer verständlich, alle Informationen in den richtigen Kontext zu rücken.

Interessanter fand ich das „Holocaust Memorial Center“, welches sehr informativ die Geschichte der Juden im Balkan der letzten 2000 Jahre darstellt. Ein Fokus liegt dabei vor allem auf dem Holocaust des Zweiten Weltkriegs und der Geschichte bis 1950. Wir konnten ohne Probleme zwei Stunden in dem Museum verbringen und ich fand es sehr gut.

Alles in allem kann man sich Skopje ruhig einmal anschauen, wenn man in der Nähe ist. Vor allem die Innenstadt ist sehr sehenswert, aber uns reichte ein Tag, um alles für uns relevante zu sehen. Schließlich waren wir auch eher zum Wandern in den Balkan gekommen …

vor zu Teil 2

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