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Südostasien und Umgebung 2018 – Sri Lanka: Von Zähnen und Affen

Fahrt nach Kandy

Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder weiter in die nächste Stadt. Mit den zwei Niederländern vom Vortag teilten wir uns ein Taxi zum Bahnhof in Nanu Oya. Dieses Mal nahmen wir nicht den SPL mit großem Fenster, weil dieser nicht nach Kandy fährt, sondern den 1006 Podi Manike. Der Zug sieht etwas anders aus und fährt ein klein wenig schneller. Nach wie vor geht es aber durchs Hochland, man sollte also keine 100 km/h erwarten. Einen Platz konnten wir nur noch in der 3. Klasse ergattern, aber dies war vollkommen ausreichend. Der Unterschied zur 1. Klasse des SPL ist kaum zu erkennen, aber etwas zu spüren, da die Sitzflächen kleiner und nicht ganz so bequem sind.

Die Züge fahren pünktlich.
Die Züge fahren pünktlich.

Am Bahnsteig lassen die Passagiere die Beine baumeln.
Am Bahnsteig lassen die Passagiere die Beine baumeln.

Diesmal in Blau unterwegs mit dem 1006 Podi Manike.
Diesmal in Blau unterwegs mit dem 1006 Podi Manike.

Gegen 16 Uhr kamen wir dann in Kandy an. Unser Hotel Janora Hills lag anderhalb Kilometer vom Bahnhof entfernt, leicht in den umgebenden Hügeln versteckt. Leider lag unser Zimmer nach hinten raus auf die Hügel, nicht in Richtung See. Witzig fand ich den Hinweis, dass man die Fenster bei Abwesenheit geschlossen halten soll, damit keine Affen in das Zimmer eindringen können.

Für den übernächsten Tag buchten wir beim freundlichen Hotelbesitzer gleich noch ein Taxi für unseren nächsten Halt. Es sollte nach unserem Aufenthalt in Kandy 150 Kilometer weiter in den Norden nach Sigiriya und Polonnaruwa gehen und von dort dann 200 Kilometer weiter Richtung Flughafen in Negombo. Die ganze Fahrt mit Fahrer für zwei Tage kostete uns nur 26000 Rupien (ca. 135 Euro), was nicht mit den deutschen Preisen zu vergleichen ist.

Am Abend liefen wir nur etwas durch die Stadt, deren Geschäfte aufgrund der Lokalwahlen meist geschlossen waren. Fürs Abendessen entschieden wir uns für den Foodcourt „World Spice Center“ im Shoppingcenter, der eine gute Auswahl an indischem, italienischem und chinesischem Essen hatte.

Kandy Lake.
Kandy Lake.

Der kleine Turm erinnert an die Kolonialzeit.
Der kleine Turm erinnert an die Kolonialzeit.

Der Zahn des Buddhas

An unserem letzten Tag im Hochland erkundeten wir bei strahlendem Sonnenschein Kandy. Als erstes sind wir über den bunten Tempel Sri Maha Kathragama Devalaya gestolpert. Für 100 Rupien (ca. 50 Cent) zeigt der Tempel die Verbindung von Buddhismus und Hinduismus. Ein Mönch sprach uns auch an und brachte uns zum obersten Mönch, der einen Segen sprach – und dafür dann eine Spende von 1000 Rupien (ca. 5 Euro) pro Person haben wollte. Mir kam das etwas unseriös vor, vor allem weil der Mönch beispielsweise auch nach unseren Berufen fragte, mit unseren Antworten (wie Software-Architekt) vermutlich aber nicht viel anfangen konnte und dennoch immer nickte.

Der Tempel Sri Maha Kathragama Devalaya.
Der Tempel Sri Maha Kathragama Devalaya.

Sehr bunt geht im Inneren zu.
Sehr bunt geht im Inneren zu.

Danach sind wir zum berühmten Zahntempel (Sri Dalada Maligawa) gelaufen, in dem Buddhas Eckzahn ausgestellt wird. Leider konnten wir keinen direkten Blick auf die Reliquie werfen, da sie hinter einem Schrein versteckt ist. Dafür konnten wir den Tempel selbst und den Garten besichtigen. Wenn ich ehrlich bin, lohnt sich der Besuch nur deswegen nicht. Der Eintrittspreis ist mit 1500 Rupien (ca. 7,60 Euro) aber noch okay. Aufpassen sollte man am Ticketautomat. Der wechselt leider nicht und als wir ihm 5000 Rupien angeboten haben, spukte er automatisch drei Tickets aus – ohne Restgeld. Immerhin das eine Ticket konnten wir an eine andere Touristen weitergeben.

Der Zahntempel von außen …
Der Zahntempel von außen …

… und von innen …
… und von innen …

… und noch einmal.
… und noch einmal.

Statuen von Prinzessin Hemamala und Prinz Dantha, die den Zahn des Buddhas nach Kandy brachten.
Statuen von Prinzessin Hemamala und Prinz Dantha, die den Zahn des Buddhas nach Kandy brachten.

Interessanter als den Zahntempel fand ich das International Buddhist Museum, welches die Geschichte des Buddhismus vor allem, aber nicht nur im asiatischen Raum zeigt. So konnte ich nachlesen, auf welchen Wegen der Buddhismus in die unterschiedlichen Regionen vorgedrungen ist und wie er sich gegenüber anderen Religionen wie dem Hinduismus abgrenzte. Religiös ist Sri Lanka allgemein sehr vielschichtig aufgelegt, was wir daran sehen konnten, dass gleich neben dem Tempel die christliche St.-Paul-Kirche steht.

Eingang zum Buddhist Museum.
Eingang zum Buddhist Museum.

St. Paul's Church.
St. Paul's Church.

Wunderschöne Farben.
Wunderschöne Farben.

Auf dem Gelände des ehemaligen Palastes befand sich auch noch ein weiteres, kleines Museum, welches für Touristen kostenlos war (vermutlich war es sowieso im Eintrittspreis enthalten). Ich weiß den Namen aber leider nicht mehr. Für den Besuch des ganzen Geländes inkl. Zahntempel und der Museen benötigen wir ca. 3 Stunden.

Affen im Park

Da wir auch wieder etwas Natur sehen wollten, liefen wir auf den kleinen Hügel zum Nationalpark Udawattakele. Für 660 Rupien (ca. 3,40 Euro) konnten wir die Stille genießen und hatten einen schönen Ausblick auf Kandys See und Kandy selbst. Es gibt auch einige Tiere wie Schmetterlinge, Schildkröten, Fische und natürlich viele Affen zu sehen. Am interessantesten fand ich aber die Jackfrucht-Bäume, welche ihre Früchte direkt am Stamm tragen, was ungewohnt witzig aussieht. Am Folgetag konnten wir die Frucht auch kosten, aber ich bleibe lieber beim Anschauen.

Der Wald ist schön dicht.
Der Wald ist schön dicht.

Jackfrucht-Baum.
Jackfrucht-Baum.

Riesenbambus im Park.
Riesenbambus im Park.

Ein kleiner Affe im Park.
Ein kleiner Affe im Park.

Der Weg zurück führte dann um den Kandy-See, der sehr schön in der Mitte der Stadt liegt. Insgesamt empfand ich Kandy mit See, dem nahe gelegenen Park und den Tempeln als eine sehr schöne Stadt. Die riesige Buddha-Statue auf dem Bahirawakanda-Berg haben wir im Übrigen nicht aus der Nähe betrachtet. Aus der Ferne mit dem Blick über Kandy hat es aber auch vollkommen gereicht.

Ein Eisvogel am See.
Ein Eisvogel am See.

Blick auf Kandy, den See und die Buddha-Statue.
Blick auf Kandy, den See und die Buddha-Statue.

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Zusammenfassung Was ich alles gelernt und erlebt habe in den zwei Monaten in Südostasien, kann ich gar nicht im Detail beschreiben. Einiges ist auch im Hinterkopf verschwunden und erst bei passender Gelegenheit poppt es wieder hoch. Alles in allem war es

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