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Südostasien und Umgebung 2018 – Sri Lankas alte Städte

Ade, Hochland!

Unsere letzte, große Etappe brachte uns zu den ältesten Gebäuden Sri Lankas. Wie zuvor geschrieben mieteten wir uns ein Auto samt Fahrer, der uns von Kandy nach Sigiriya und Polonnaruwa und weiter nach Negombo nahe des Flughafens Bandaranaike brachte. Auf dem Weg machten wir aber an verschiedenen Stationen halt. In Matala zum Beispiel am Hindu-Tempel Sri Muthumariamman Thevasthanam, den wir aber nur von außen sahen, da innen gerade mit sehr viel Musik gebetet oder gefeiert wurde.

Sri Muthumariamman Tempel in Matale.
Sri Muthumariamman Tempel in Matale.

Der zweite Stopp war im Spice Garden Surathura auf Empfehlung unseres Fahrers. Die Bewertungen bei TripAdvisor lesen sich im Nachhinein nicht gut und ich kann es vollends bestätigen. Die Tour durch den Garten selbst ist kostenlos und ich fand es sehr informativ, da wir viele Sachen anfassen oder daran riechen durften. Danach wird noch vorgestellt, wofür man die unterschiedliche Kräuter oder Früchte benutzen kann – was dann auch im Verkaufsshop vorgestellt wird. Wir wurden aber nicht gezwungen, etwas zu kaufen. Ein Spende von 200 Rupien (ca. 1 Euro) erschien uns aber okay. Danach kam noch ein „Doktor“ auf uns zu, der bei mir den Puls maß und auf Basis dessen eine Kur mit diversen Kräutern empfahl, damit mein Körper wieder ins Gleichgewicht kommt. Insgesamt kann man sich diese Kräutergärten vermutlich alle sparen. Zumindest die Bewertungen bei TripAdvisor zeigen alle ein sehr ähnliches Bild. Man sollte hier aber auch eisern bleiben und nicht aufgrund von falscher Höflichkeit etwas kaufen wollen.

Kleiner Jackfrucht-Baum.
Kleiner Jackfrucht-Baum.

Rote Mini-Ananas.
Rote Mini-Ananas.

Der nächste Halt war am Nalanda Gedige Tempel. Der Tempel ist ca. 1300 Jahre alt und zeigt sowohl Einflüsse aus dem Buddhismus als auch Hinduismus. Zusätzlich versicherte unser Fahrer uns, dass er genau in der Mitte Sri Lankas steht. Dank Wikipedia weiß ich, dass dies ggf. früher so war, aber aufgrund drohender Überschwemmung wurde der Tempel in den 1980er Jahren versetzt. Interessant war es dennoch.

Sri Lankas Mitte: Nalanda Gedige Tempel.
Sri Lankas Mitte: Nalanda Gedige Tempel.

Unser Haupthaltepunkt waren aber die Höhlentempel von Dambulla. Für 1500 Rupien (ca. 7,60 Euro) konnten wir einige wirklich faszinierende Tempel sehen, die vor allem durch die sehr schönen und bunten Malereien an den Höhlenwänden und -decken hervorstechen. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Buddha-Statuen in unterschiedlichen Posen. Zugegeben, beim fünften Tempel wiederholte es sich dann etwas, aber dennoch war es sehr eindrucksvoll. Ebenso wie die Aussicht von Dambulla Rock, auf dem es auch wieder sehr viele Affen gab. Wenn wir den Weg von den Höhlentempeln weiter gelaufen wären, wären wir am Goldenen Tempel herausgekommen, der auch zu der Anlage gehört und den eigentlichen Namen stellt. Unser Fahrer sagte auch, dass wir den Weg gehen sollten, aber die von ihm veranschlagte Zeit hätte nicht dafür ausgereicht (außer im Sprint). Und so hielten wir nur kurz mit dem Auto am Goldenen Tempel, um ein Foto zu machen.

Höhlentempel in Dambulla.
Höhlentempel in Dambulla.

Viele Buddhas …
Viele Buddhas …

… und bemalten Höhlendecken.
… und bemalten Höhlendecken.

Auch Affen gibt es in Dambulla zu sehen.
Auch Affen gibt es in Dambulla zu sehen.

Der Eingang zum Goldenen Tempel.
Der Eingang zum Goldenen Tempel.

Der Löwenfelsen Sigiriya

Am Nachmittag kamen wir dann endlich am Sigiriya an. Auf dem Berg, welcher als Nummer 1 Sehenswürdigkeit Sri Lankas gilt, befinden sich die Ruinen einer historischen Festung, die wir über zahlreiche Treppenstufen erklimmen mussten. 30 US-Dollar sind zwar nicht wenig Eintrittsgeld, aber ich finde, es lohnt sich wirklich. Bereits der Aufstieg über die Treppen, die am Rande des Felsen befestigt sind, ist spektakulär, die Aussicht ist großartig und Fresken wie die der Wolkenmädchen sind wunderschön anzusehen. Auf einem Zwischentableau ging es für uns dann durch zwei riesige Tatzen eines Löwen, die auch für den Namen des Felsens verantwortlich sind, hoch bis zur obersten Plattform und den Ruinen. Von dort hatten wir einen schönen Blick in die Ferne.

Der Löwensfelsen Sigiriya.
Der Löwensfelsen Sigiriya.

Aufgang durch die Löwentatzen.
Aufgang durch die Löwentatzen.

Die Ruinen der alten Stadt auf dem Felsen.
Die Ruinen der alten Stadt auf dem Felsen.

Aussicht von oben auf die mittlere Plattform.
Aussicht von oben auf die mittlere Plattform.

Gleich benachbart zu Sigiriya gibt es einen zweiten Felsen, den Pidurangala. Laut diverse Blogartikel ist der Felsen weniger besucht, nicht so teuer und man hat von dort einen besseren Blick auf Sigiriya (logischerweise, da man nicht auf dem Felsen selbst steht). Da wir nicht auf dem Pidurangala waren, kann ich dazu wenig sagen. Ich fand Sigiriya jedenfalls sehr beeindruckend und gleich nach der Bahnfahrt durch das Hochland am schönsten von ganz Sri Lanka.

Affe und im Hintergrund der Felsen Pidurangala.
Affe und im Hintergrund der Felsen Pidurangala.

Der Kobra-Felsen.
Der Kobra-Felsen.

Echsen wandern wie selbstverständlich auf den Wiesen umher.
Echsen wandern wie selbstverständlich auf den Wiesen umher.

Für den Folgetag wollten wir uns die alten Stätten rund um Polonnaruwa anschauen, weswegen unser Fahrer direkt in Polonnaruwa das Gästehaus Manel empfohlen hat. Es gab zwar recht viele Mücken, aber wir hatten ja unser Moskitonetz dabei. Dafür blickten wir direkt auf Reisfelder und konnten am Abend auch einen recht großen Schwarm Fledermäuse – oder etwas anderes Fliegendes – beobachten. Ich fand die Unterkunft mit 6000 Rupien (ca. 30 Euro) etwas zu teuer, zumal auch am nächsten Morgen das Frühstück alles andere als gut war. Ich vermute, wir hätten uns selbst eine andere Unterkunft ausgesucht. In dem Ort selbst ist Abends im Übrigen gar nichts los. Die Straßen sind dunkel, nur ein Lokal hatte noch offen. Zum Weggehen ist Polonnaruwa daher nicht empfehlenswert, als Startpunkt für die Sehenswürdigkeiten dafür aber gut geeignet.

Ein Schwarm Fledermäuse – vermutlich.
Ein Schwarm Fledermäuse – vermutlich.

Die alte Hauptstadt Polonnaruwa

Polonnaruwa ist die alte Hauptstadt Sri Lankas. Deswegen findet man in der Gegend auch entsprechend viele Ruinen, Tempel und Statuen, von denen wir uns einen Großteil anschauen wollten. Der Tageseintritt zum gesamten archäologischen Park kostet 25 US-Dollar bzw. 7750 Rupien und ist sein Geld auf alle Fälle wert.

Potgul Vihara.
Potgul Vihara.

Echsen wohnen in alten Termiten-Hügeln.
Echsen wohnen in alten Termiten-Hügeln.

Zuerst besuchten wir das Museum und ließen uns dann von unserem Fahrer zu den einzelnen Stätten bringen. Zuerst stand Potgul Vihara auf dem Plan, dann Vatadage, Rankoth Vehera und Alahana Pirivena. Die Stupas und Tempelanlagen muss man dabei nicht zwingend mit dem Auto besuchen. Die Stätten sind so nah, dass man sich auch ein Fahrrad leihen könnte.

Vatadage.
Vatadage.

Ein sogenannter Mondstein.
Ein sogenannter Mondstein.

Pfeiler-Überreste in Vatadage.
Pfeiler-Überreste in Vatadage.

Am bekanntesten ist Polonnaruwa aber wahrscheinlich für Gal Viharaya. Der Felsentempel enthält einige Buddha-Statuen, die aus dem Felsen gehauen wurden. Die Maserung, die direkt in den Felsen übergeht, empfand ich als sehr eindrucksvoll und man kann sich kaum vorstellen, welche Handwerkskunst dahinter steckt.

Gal Viharaya.
Gal Viharaya.

Um alle Sehenswürdigkeiten des Parks zu sehen, braucht man vermutlich einen ganzen Tag. Da wir aber nach Negombo wollten, machten wir uns bereits gegen Mittag auf den Weg, da wir für die ca. 200 Kilometer fast fünf Stunden einplanen mussten.

Fazit Sri Lanka

Sri Lanka hat mich von allen Ländern auf der Reise am meisten positiv überrascht. Wie anfangs geschrieben wusste ich über das Land nur, dass der Ceylon-Tee daher kommt. Umso schöner waren die Erfahrungen dann sowohl in den Nationalparks, in den Städten und im Hochland. Sicherlich ist nicht alles perfekt gewesen, aber rückblickend bleibt ein gutes Gefühl zurück, sodass ich die Prognose wage, dass ich Sri Lanka nicht das letzte Mal besucht habe.

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deesaster.org am : Südostasien und Umgebung 2018 – Zusammenfassung und Übersicht

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Zusammenfassung Was ich alles gelernt und erlebt habe in den zwei Monaten in Südostasien, kann ich gar nicht im Detail beschreiben. Einiges ist auch im Hinterkopf verschwunden und erst bei passender Gelegenheit poppt es wieder hoch. Alles in allem war es

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