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Buch: A Column of Fire

Titel A Column of Fire
Autor Ken Follett
Sprache Englisch
Genre Roman
Verlag Pan Books, 2018
Seitenanzahl 891

In der Einleitung des Buches steht, dass es sich um das dritte Buch der Kingsbridge-Reihe handelt. Nachdem ich Pillars of the Earth vor 12 Jahren und World without End vor 9 Jahren gelesen hatte, war ich nicht ganz sicher, ob ich nach einer so langen Pause direkt mit dem dritten Teil weitermachen möchte. Glücklichweise waren meine Bedenken unbegründet.

Kingsbridge 1558. Ned Willard wächst in Kingsbridge weiß, dass er die hübsche Margery Fitzgerald irgendwann heiraten wird. Auch wenn Ned protestantisch und Margery katholisch ist, lieben sich beide. Doch es kommt anders: Margery wird an den Sohn des Earls verheiratet, damit Margerys Vater seinen Einfluss weiter ausbreiten kann. Ned geht aus Kingsbridge fort und schließt sich Königin Elizabeth an, welche Englands Thron gerade übernommen hat. Zeitgleich kehrt Mary Stuart, Königin von Schottland, aus Frankreich zurück. Die Befürchtung ist, dass sie den englischen Thron für sich beansprucht, was Elizabeth verhindern will.

Von 1558 bis 1606 erzählt Follett gar nicht so sehr die Geschichte von Ned, Mary und den anderen Personen aus Kingsbridge, sondern eher die historischen Wendungen rund um den Kampf der katholischen Kirche gegen den aufkommenden Protestantismus in Europa. Wo in Frankreich die Katholiken die Vormacht haben und Protestanten gnadenlos verfolgt werden, duldet Königin Elizabeth Protestanten und Katholiken nebeneinander, was dem Vatikan alles andere als gefällt. Und auch die Niederlande und Spanien werden in diesen Glaubenskrieg mit einbezogen. Entsprechend spielt die Geschichte auch in ganz Europa und Kingsbridge nimmt nur einen kleinen Teil des Buches ein – was ich gut finde, denn es gibt nur ganz wenige Anspielungen auf die früheren Geschehnisse in den vorherigen Büchern. So kann man „A Column of Fire“ auch verstehen, ohne die Vorgänger gelesen haben zu müssen. Genau genommen würde ich das Buch nicht einmal als dritten Teil einer Reihe betrachten, sondern einfach nur als einen sehr guten historischen Roman mit einigen fiktiven Elementen.

Ken Follett schafft es wieder ganz hervorragend, die Charaktere in einen historischen Kontext einzubetten. So fiebert man mit Ned und Margery mit und rauft sich die Haare, wenn „die Bösen“ wieder einmal eine Intrige erfolgreich zu Ende spinnen konnten. Dieses Mal sind die Antagonisten aber nicht ganz so bösartig und haben zumindest teilweise ein Gewissen.

Für mich war „A Column of Fire“ dazu noch sehr interessant, weil ich erst kürzlich in Edinburgh war und ein Teil der Historie von Schottland dort sehen konnte. Darüber hinaus habe ich kürzlich den Film „Mary Queen of Scots“ gesehen und konnte nun die Geschehnisse von damals aus einer anderen, vermutlich historisch korrekteren Perspektive sehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und egal, ob man von Kingsbridge etwas weiß oder nicht, lohnt sich das Lesen.

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